Rheinsberg

Rheinsberg von Berlin aus zu erreichen ist nicht leicht. Die Eisenbahn zieht sich auf sechs Meilen Entfernung daran vorüber, und nur eine geschickt zu benutzende Verbindung von Hauderer und Fahrpost führt schließlich an das ersehnte Ziel. Dies mag es erklären, warum ein Punkt ziemlich unbesucht bleibt, dessen Naturschönheiten nicht verächtlich und dessen historische Erinnerungen ersten Ranges sind“.

Fontanes Äußerungen nahm man sich zu Herzen, denn Rheinsberg ist seit 1899 an die Eisenbahn angeschlossen, ein staatlich anerkannter Erholungsort und größter Anziehungspunkt des touristischen Verbandgebietes „Ruppiner Seenland“. In dem Band „Die Grafschaft Ruppin“ seiner „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ berichtet Fontane über den Rheinsberger Hof, die beiden Prinzen, Kronprinz Friedrich und Prinz Heinrich, die Gräfin La Roche Aymon und den Major von Kaphengst. Weitere Persönlichkeiten sowie Orte und Landschaften rund um Rheinsberg werden dem Leser vorgestellt.

Rheinsberg wurde 1335 urkundlich ersterwähnt, liegt am Grienericksee, am Rande der mecklenburgischen Seenplatte. Dieses Gebiet wird zu Recht als Perle der Mark Brandenburg bezeichnet. Die zahlreichen Seen, eingebettet zwischen Hügel und Wälder, bilden ein Mosaik aus buchtenreichen und klaren Seen. Die idyllische Landschaft lädt zum Wandern, Baden, Paddeln und Radfahren ein.

Das historische Ambiente des Schloss -und Parkensembles am Grienericksee, Kronprinz Friedrich und Prinz Heinrich sowie Fontane und Tucholsky, machen Rheinsberg zu einem begehrten kulturhistorischen Ausflugsziel. Der Einklang von Kunst, Historie und Natur bilden hier in Rheinsberg eine besondere Symbiose und laden zum Entdecken, Erleben, Genießen und Erholen ein.

Das Denkmal des Kronprinzen Friedrich steht vor dem Eingang zum Schloss Rheinsberg. Der Berliner Bildhauer Elster hat es 1903 geschaffen. Friedrich hält ein Buch mit dem Namenszug von Voltaire in der Hand.

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