Kurt Tucholsky Literaturmuseum

Das Kurt Tucholsky Literaturmuseum befindet sich im Schloss Rheinsberg und  widmet sich dem Leben und Schaffen des 1890 in Berlin geborenen deutschen Schriftstellers. Der Wochenendausflug von Tucholsky und seiner Freundin Else Weil im Jahr 1911 wird vergnüglich und poetisch in der Erzählung  „Rheinsberg – ein Bilderbuch für Verliebte“ (1912) geschildert, die den Anlass für die Errichtung des Museums lieferte. Nach dem ersten Weltkrieg entwickelte sich Kurt Tucholsky zum herausragenden zeitkritischen Autor der Weimarer Republik: als Erzähler, Dichter, Satiriker und pazifistischer Publizist.

In sechs Kapiteln – Student mit einiger stilistischer Begabung. Im Irrgarten des Militärs. Ein geradezu irrsinniger Beruf. Hier bin ich Mensch. Ein geduldeter Intellektueller. Aufgehörter Dichter – präsentiert das Museum mit Dokumenten und Texten, Objekten aus seinem Besitz, Vertonungen von Chansons und Filmen das Leben und Werk des Autors. Tucholsky wird als Dichter gezeigt, der die Risse seiner Zeit in sich austrug und oft genug noch heute gültige Fragen formulierte.

Dem Museum ist die Galerie für Bildende Kunst angegliedert – wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst – von Malerei und Grafik über Fotografie bis zur Plastik und Keramik – werden präsentiert. Die Eröffnungen, jeweils an einem Samstag um 11 Uhr, bilden Höhepunkte im gesellschaftlichen Leben der Stadt und der Region.

Das Literaturmuseum veranstaltet regelmäßig Autorenlesungen, fördert jährlich zwei AutorInnen mit einem Stipendium „Stadtschreiber zu Rheinsberg“ und zeigt thematische Literaturausstellungen.

Das Kurt Tucholsky Literaturmuseum wurde in das „Blaubuch“ der Bundesregierung als ein „Kultureller Gedächtnisort mit besonderer nationaler Bedeutung“ aufgenommen. Zu den „Kulturellen Gedächtnisorten“ gehören 20 Institutionen in den neuen Bundesländern.

Kontakt

Schloss Rheinsberg, 16831, Rheinsberg

Telefon: 033931 39007
Website: www.tucholsky-museum.de