Schinkel

Auf dem Kirchplatz, hinter der ehemaligen Pfarrkirche St. Marien, steht das Denkmal für den bedeutendsten Baumeister des deutschen Klassizismus.

Karl Friedrich Schinkel, geboren am 13. März 1781 in Neuruppin, gestorben am 9. Oktober 1841 in Berlin, erlebte als Kind den Wiederaufbau der Stadt, was sicher  seine Neigung für sein späteres, vielseitiges Wirken als Architekt, Maler, Baumeister und Gestalter geprägt hat. Auf dem Kirchplatz, hinter der ehemaligen Pfarrkirche St. Marien, steht das Denkmal für den bedeutendsten Baumeister des deutschen Klassizismus. Das Denkmal wurde 1883 von Max Wiese geschaffen. Am 28. Oktober 2003, auf den Tag genau wie vor 120 Jahren, erfolgte die Einweihung des restaurierten Denkmals und der wiederhergestellten Denkmalsumbauung.

Unter allen bedeutenden Männern, die Ruppin, Stadt wie Grafschaft, hervorgebracht, ist Karl Friedrich Schinkel der bedeutendste. Der ‚alte Zieten’ übertrifft ihn freilich an Popularität, aber die Popularität eines Mannes ist nicht immer ein Kriterium für seine Bedeutung. Diese resultiert vielmehr aus seiner reformatorischen Macht, aus dem Einfluß, den sein Leben für die Gesamtheit gewonnen hat, und diesen Maßstab angelegt, kann der ‚Vater unsrer Husaren’ neben dem ‚Schöpfer unsrer Baukunst’ nicht bestehn. Wäre Zieten nie geboren, so besäßen wir (was freilich nicht unterschätzt werden soll) eine volkstümliche Figur weniger, wäre Schinkel nie geboren, so gebräch es unsrer immerhin eigenartigen künstlerischen Entwicklung an ihrem wesentlichsten Moment“, bemerkt Fontane in seinen Wanderungen.

In dem 1997/98 restaurierten Predigerwitwenhaus in der Fischbänkenstraße 8, hat der junge Schinkel vom sechsten bis zum vierzehnten Lebensjahr seine Kindheit verbracht. In diesem Haus sind heute u. a. die Karl- Friedrich-Schinkel-Gesellschaft und der Tourismusverband Ruppiner Seeland untergebracht.

Kontakt

Fischbänkenstraße 8, 16816 , Neuruppin

Website: www.schinkelgesellschaft.de