Karwe

Karwe liegt am Ostufer des Ruppiner Sees. Fontane widmet dem malerisch gelegenen Ort zwei Kapitel im 1. Band „Die Grafschaft Ruppin“.

„Ein besonderer Schmuck des Sees an dieser Stelle ist sein dichter Schilfgürtel, der namentlich in Front des Karwer Parkes wie ein Wasserwald sich hinzieht und wohl mehrfach eine Breite von hundert Fuß und darüber haben mag. An dieses Schilfufer knüpft sich eine Geschichte, die uns am besten in das starke und frische Leben einführt, das hier ein halb Jahrhundert lang zu Hause war und von dem ich Gelegenheit haben werde manchen hübschen Zug zu erzählen.“

Fontane beschreibt hier eine heitere Episode, eine „Seeschlacht“ als abendliches „Event“, die der Sohn des alten Knesebeck aus Karwe und der Sohn des alten Husarengenerals Zieten aus Wustrau im Jahre 1785 initiierten. „Es war im August, See und Himmel blauten, und der Schilfwald, der sich im Wasser spiegelte, stieg wie eine grüne Mauer aus dem Grunde des Sees auf. An solchem Tage begegneten sich Junker (Sohn des alten Knesebeck) und Cornet (Sohn des alten Zieten) am Ufer, plauderten hin und her von der Strenge des Dienstes und von der Lust des Krieges und kamen endlich überein, in Ermangelung wirklichen Kampfes, zwischen Karwe und Wustrau eine Seeschlacht aufzuführen“.

Die Begegnung des Feldmarschalls von dem Knesebeck mit dem „Alten Fritz“ 1783 in der Pietzpuhler Heide (nahe Magdeburgs), wird im Kapitel Karwe II von Fontane erzählt. Weiterhin beschreibt Fontane das ehemalige Herrenhaus und den Park in Karwe.

Seine Eindrücke zum Park: „Er ist ziemlich groß angelegt, mit vielem Geschmack in einem einfach edlen Stile, das Ganze vorwiegend eine Schöpfung unseres »Junckers vom Regiment von Kalckstein«, des am 12. Januar 1848 verstorbenen Feldmarschalls von dem Knesebeck.“

Heute bemüht sich der Parkverein Karwe e.V. um die Wiederherstellung des ehemaligen Schloß- und Gutsparks in Karwe: https://www.parkverein-karwe.de

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Lange Straße, 16818, Karwe, Germany