Kirche in Fehrbellin

Die Kirche in Fehrbellin ist ein neugotischer Backsteinbau von 1867 und nach Plänen von Friedrich August Stüler erbaut worden. Die dreischiffige Emporenkirche mit polygonalem Chor und Westturm beherbergt auch Einbauten aus der Erbauungszeit. Die Kirche steht auf dem so genannten Feldberg (einst eigenständiges Dorf, 1928 eingemeindet), wo früher eine andere Kirche stand. Die Fehrbelliner hatten ebenfalls eine Kirche (sie nahm u. a. Opfer und Verwundete nach der Schlacht bei Fehrbellin auf), welche aber um 1750 eingefallen ist. Daraufhin besuchten die Fehrbelliner die Feldberger Kirche. Mit der Zeit war diese Kirche für alle zu klein und wurde daraufhin abgerissen. Der darin befindliche „Feldberger Altar“ aus dem 16. Jahrhundert wurde leider nicht in die neue Kirche eingebaut, sondern ging nach Berlin, wo er heute ein Prunkstück des Märkischen Museums darstellt. Ebenfalls erhalten geblieben ist das in die neue Kirche übernommene Grabdenkmal des 1555 verstorbenen Hans von Arnim.

Vor dem Ostchor steht ein Denkmal (1913 errichtet) mit einem Bronzerelief von Max Wiese, dem Schöpfer der berühmten Denkmäler für Fontane und Schinkel in Neuruppin. Es erinnert an die Befreiungskriege gegen Napoleon und den mutigen Einsatz des Pfarrersohnes Heinrich Bolte, der als Freiwilliger in Frankreich am 30. März 1814 gefallen ist. Eine Gedenktafel seines Vaters, des Pfarrers Heinrich Bolte, ist in die südliche äußere Kirchenwand eingelassen.

Kontakt

Feldbergstraße 43, 16833, Fehrbellin