Garz

 

Der Ort Garz ist das Tor zum Rhinluch und liegt am Pilgerweg, der von Berlin kommend über Bad Wilsnack nach Tangermünde führt. „Garz, Vichel, Rohrlack waren im 19. Jahrhundert Quastsche Güter im Westen des Ruppiner Sees“ - Fontane schreibt Ernstes und Heiteres über das ehemalige Gut Garz und deren Familienmitgliedern in seinen Wanderungen.

Der Wohnturm in Garz ist einmaliges Zeugnis eines niederadligen befestigten Wohnsitzes in der Mark Brandenburg - ein seltenes Beispiel dieses Typs. Das kleine Dorf Garz, 1364 erstmals urkundlich erwähnt, war bis 1945 Sitz der Familie von Quast.

Hier wurde im 13. Jahrhundert der Wohnturm errichtet, der vermutlich mit Gräben und Holzpalisaden umgeben war und wahrscheinlich zu einem System von Burgen und befestigten Anlagen gehörte, die im 13. Jahrhundert zur Sicherung der Herrschaftsgrenzen dienten. Er ist aus Feldsteinen erbaut, ca. 11 m hoch und hat bis zu 1,40 m dicke Außenwände. 1681 wurden daran geringfügige umbauten vorgenommen. 1705 erfolgte der Anbau des Herrenhauses. Der Turm steht auf Privatbesitz und ist öffentlich nicht zugänglich.

Des Weiteren ist in Garz das über 200 Jahre alte Vorlaubenhaus in der Dorfstraße 4 (ehemaliger Dorfkrug) sehenswert. Das sanierte Giebellaubenhaus wurde 2007 mit dem brandenburgischen Denkmalpflegepreis ausgezeichnet. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das sanierte Ernhaus von 1782.

Kontakt

Luchdamm, 16845, Garz