Patent-Papierfabrik Hohenofen

Zeugnis ländlicher Industriegeschichte - Die Patent-Papierfabrik Hohenofen ist die einzige historische komplett erhaltene Produktionslinie für Papier in Deutschland und wohl ganz Nordeuropa. Das heutige technische Denkmal kann auf eine mehr als 300-jährige Geschichte als Industriestandort zurückblicken. Bereits seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts war in Hohenofen Eisen bzw. Silber verhüttet worden. Auf diese Zeit geht auch der Name des Ortes zurück.

1838 begann in Hohenofen die Papierherstellung in einer der ersten Fabriken Deutschlands. Bis 1991 lief die Produktion unter mehrfach wechselnden Eigentümern, seit 1953 im volkseigenen Betrieb. Hergestellt wurden Schreib-, Zeichen-, Seiden- und Tapetenpapiere. 1968 wurde die Produktion auf die ausschließliche Herstellung von Transparent-Zeichenpapier umgerüstet, das in den gesamten “Ostblock” exportiert wurde. Neben der mehr als 40 Meter langen Papiermaschine ist der Holländersaal von besonderer Bedeutung. Die Holländer - Mahlbecken, in denen die Papierfaser gemahlen und durch Beimengungen zum sog. Ganzstoff aufbereitet wurde - stammen zum Teil aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Der gemeinnützige Verein Patent-Papierfabrik Hohenofen e.V. hat sich den Erhalt des technischen Denkmals und die Entwicklung des Areals zu einem Kultur- und Gewerbestandort zur Aufgabe gemacht.

Kontakt

Neustädter Straße 25, 16845, Sieversdorf-Hohenofen

Website: www.papierfabrik-hohenofen.de