Wusterhausen

Fontane vermittelt mit seinen Wanderungen ein Sittenbild des 19. Jahrhunderts: Wusterhausen a. Dosse, Ganzer, Garz, Tramnitz und Trieplatz bilden hier die Schauplätze - Wusterhausen liegt am Südende der Kyritzer Seenkette, in der Talaue der Dosse. Wahrzeichen Wusterhausens sind die Kirche, das Rathaus und der Markt mit einigen meist zweistöckigen Fachwerkhäusern. Fontane schreibt dazu: „Da, wo beide Straßen sich treffen, erweitern sie sich, ganz wie in Neustadt, zu einem platzartigen Mittelpunkte, der, neben einer Anzahl gleichgiltiger Häuser, auch die steinerne Historie Wusterhausens, die Kirche, trägt“. 

Wusterhausen gehört zu den ältesten Teilen des Ruppiner Landes. 1233 erhielt der Ort durch die Herren von Plotho das Stadtrecht. Im späten Mittelalter entwickelte sich die Stadt durch ihren Salzhandel prächtig, aber das kurfürstliche Verbot der Salzeinfuhr beendete diese Blütezeit. Für den damaligen Wohlstand spricht der bereits 1250 begonnene Bau der großen Pfarrkirche St. Peter und Paul. Seit Ende des 18. Jahrhunderts wurde Wusterhausen auch als „Schusterhausen“ bezeichnet, denn in jener Zeit wirkten zahlreiche Schuhmacher in der Stadt. Bis 1875 waren hier ein Schwadron des Ulanenregiments Nr. 11 stationiert, was den Leinewebern und Tuchmachern auch viel Arbeit verschaffte.

Das Rathaus (um 1840) hat einen fünfachsigen Mittelrisalit mit flachem Dreieckgiebel und ist ein zweigeschossiger spätklassizistischer Putzbau von sieben Achsen.

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16868, Wusterhausen/Dosse