Stadtkirche Wusterhausen

Wenige Schritte vom Rathaus entfernt, erhebt sich das hohe Dach der Stadtkirche St. Peter und Paul, eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche aus Backstein mit Umgangschor und gedrungenem Westturm, die allein wegen ihrer reichen Innenausstattung aus der Zeit der Spätgotik und der Renaissance ein Reiseziel darstellt. Der ursprüngliche Spitzhelm des Turms ist heute durch das 1764 aufgebrachte Pyramidendach ersetzt. Der Raum des Turmes bietet einen hervorragenden architektonischen Rahmen für Ausstellungen, insbesondere für Skulpturen. Besondere Raritäten sind die Marienkapelle an der Südseite mit einem reizvollen Staffelgiebel aus der Zeit um 1520, 21 Ölbilder an der Empore, geschaffen von einem unbekannten Meister aus der Cranach-Schule, die barocke Orgel des „Silbermann des Nordens“, Joachim Wagner, eine figurenreiche Kanzel, vom Bildhauer Jürgen Fischer 1610 geschnitzt und 1694 von Moritz Meves aus Seehausen bemalt und der Altaraufbau mit einem Gemälde von Bernhard Rode (1776) – das die Begegnung Christi mit Thomas darstellt.

Die Peter-Pauls-Kirche“ findet Fontane damals in einem bedauerlichen Zustand vor: „Die Kirche Sankt Petri und Pauli ist ein gotischer Bau aus dem Jahre 1474… Statt an zwölf Altären (von denen noch die Namen existieren) wird nur noch an einem gebetet, die Holzskulpturen sind zerstört, die Grabsteine zu Türschwellen geworden; der hohe Turm ist niedergebrannt, und eine einfache Ziegelkappe wächst nur wenig über das Kirchendach hinaus“.

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